Playoffstart in Lienz: Schade – Match lange offen, Überraschung knapp nicht gelungen

20190203_erste_playoff_in-lienz_ergebnis_1Tor für Leisach: Mario Lumassegger

 

Die Verschiebung der Grunddurchgang-Deadline und die wiederum missliche Wetterlage der voran gegangenen Tage gab vor, dass die Leisacher Cracks erst mit 3. Februar, in einem Talbodenderby, beim UEC Lienz ins Playoff starten konnten.

Adler-Trainer Jiri Jonak musste nach wie vor auf seine Bestbesetzung verzichten. Mit 11 Cracks und einem Goalie brach man in die, kurz zuvor von den Niederschlagsfolgen befreite, Lienzer Kunsteisarena auf. In der Aufstellung der zwei Adler-Formationen waren auch vier Junior-Cracks zu finden. Die Zuseher konnten bis zum Ende hin einem spannenden, mit vielen Torszenen gespickten und fairem Match beiwohnen.

20190203_erste_playoff_in-lienz_tore_strafenMit Spielminute 12 gingen die Lienzer Eislöwen mit einem umstrittenen Treffer durch Jonas Blaßnig in Führung. Es war offensichtlich, dass der Puck via Lienzer-Eislöwen-Kufe über die Torlinie ging (IIHF Regel 96/I !??). Schmerzhaft für die Adler u.a. auch vor dem Hintergrund, dass kurz zuvor ein Adler-Sololauf auf den Löwengoalie durch einen Stockschlag nachhaltig gestört wurde und ungeahndet blieb. Perfekt im Timing und Ausführung dann aus Sicht der Leisacher Adler die Antwort. Fast genau eine Spielminute später zog Kapitän Sebstian Kreuzer von der Blauen einen flachen Schlagschuss ab und Mario Lumasseger, vor dem Tor schulmäßig platziert, fälschte mit dem Schläger unhaltbar ab. Mit diesem unentschiedenen Spielstand schritt man zur ersten Pause. In der Leisacher Kabine gab es Lob und für die zweiten zwanzig Spielminuten weiterhin geduldig bleiben und in der Defensive etwas konzentrierter zu agieren als Vorgabe vom Trainer. Über weite Strecken gelang dies sodann. Sichtlich genervte Löwen wurden jedoch zunehmend präsenter im Verteidigungsdrittel der Adler. Das Mitteldrittel blieb torlos, die Adler vermochten aus zwei Powerplaymöglichkeiten kein Kapital schlagen.

Auch in den abschließenden 20 Spielminuten ging es in der selben Tonart weiter. Der zur Zeit in Bestform agierende Adler-Goalie Manuel Bachmann hielt sein Team vor den nunmehr noch mehr anstürmenden, die Entscheidung suchenden Lienzer Löwen weiter im Spiel. Leisach versuchte sich weiterhin, aus den immer wieder vorhandenen Ansätzen zu einem Konter, auf den Führungstreffer. Das „Game-Winning-Goal“ fiel in der 56. Spielminute, jedoch zu Gunsten des UEC Lienz, den viele fix seit vorab der Meisterschaft bereits als Finalisten auf der Rechnung haben. Christian Wernisch enteilte im Stellungsspiel einem sichtlich ermüdeten, in Sachen Reichweite augenscheinlich unterlegenen Leisacher Flügel und stellte den Spielendstand her. Die Adler konnten in der verbleibenden Zeit nicht mehr nachlegen, zumal nach einem Geplänkel statt einem erwarteten Doppelausschluss sich plötzlich zwei Adler auf der Strafbank wiederfanden.

20190203_stand_playoff_gruppeAlles in allem ein erwarteter Sieg der Lienzer Cracks. Die Leisacher Cracks bestachen durch Kämpferqualitäten und fast durchgehend taktischer Disziplin, schrammten knapp an einer Sensation vorbei.

Am kommenden Freitag findet nun in der Leisacher Natureisarena die Entscheidung statt ob die Adler weiterhin in der Meisterschaft bleiben oder die Löwen sich bereits auf die Finalbegegnungen vorbereiten können.

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